Hilde en Hanna: die Jahre vor der Ehe

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Es sind bewegte Zeiten. Berlin steht am Vorabend der Goldenen Zwanzigerjahre.
Nachtleben und Kabaretts, Jazz und Charleston – das alles ist Meißen ziemlich fern,
aber auch hier verändert sich das eine und andere. Hanna trägt ihr Haar um einiges kürzer
als früher und ist froh über die eher lockere Damenmode, die Kleider bis kurz übers Knie
und helle Stoffe mit sich bringt. Sie ist fasziniert von der „neuen Frau“, die in der Presse
allgegenwärtig ist, speziell in den Frauenzeitschriften des Berliner Ullstein Verlags,
wie zum Beispiel der Monatszeitschrift UHU oder der illustrierten Modezeitschrift Die Dame.
Die „neue Frau“ ist nicht mehr in erster Linie Ehefrau und Mutter, sondern eine individuelle
Persönlichkeit, die sich auch finanziell in die Ehe einbringen kann. Die werktätige Frau ist geboren,
die Frau, die ihren eigenen – wenn auch vorläufig untergeordneten – Platz in den Institutionen
der modernen Zeit einfordert: in Handelsunternehmen, im Warenhaus und im Büro.

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